"Optimierte Dauerpreise steigern den Ertrag"

POS Manager Technology Oktober 5/2007

Für zahlreiche Artikel in den Sortimenten von Einzelhändlern lässt die Preisgestaltung Spielräume offen. Rohertragssteigerungen können nicht nur durch Preiserhöhungen, sondern auch durch gezielte Preissenkungen realisiert werden, sagt Prof. Dr. Joachim Hertel im Interview. Er ist Geschäftsführer der Software-Firma Dacos, gegründet 2001 auf dem Campus der Uni Saarbrücken.

Interviewpartner Joachim Hertel – seit 1998 Honorarprofessor für Informatik, insbesondere Software-Entwicklung, an der Universität Saarbrücken – ist Gründer und Geschäftsführer von Dacos Software.

Wie beurteilen Sie den Software-Markt zur Preis-Optimierung? In Europa sind wir ziemlich einmalig. Konkurrenten sehen wir eher in den USA, etwa die Firma Demandtec. Die Anbieter von Prognose-Software sehen wir nicht als Wettbewerber. Der Handel denkt vor allem an Aktionen, wir denken zuerst an den Ertrag im Alltag. Erst langsam beginnt hier ein Umdenken und deshalb rechnen wir uns große Chancen aus. Wir verhandeln gerade mit einigen namhaften Handelsunternehmen.

Sie haben im Sommer zwei Neukunden gemeldet. Die Drogerieketten DM und Ihr Platz wollen die Preise mit Ihrer Software optimieren. Wie kam es zu den Aufträgen? Mit dem DM-Drogeriemarkt arbeiten wir schon lange zusammen; schon seit den Zeiten der alten Dacos gab es enge Kontakte. Dieses 1978 gegründete Unternehmen war in den neunziger Jahren von SAP übernommen worden und bildete den Kern des Bereichs SAP Retail, der heute voll in SAP integriert ist und über 600 Mitarbeiter hat.

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