Dacos Retail Intelligence Blog

Hier diskutieren Experten aktuelle Trends zur Optimierung von Sortimenten, Preisen und Promotionen sowie die Zukunft von Retail und Business Intelligence

Vertrauen und Qualität statt Schnäppchen

Dienstag 11. August 2009 von Wolfgang Barth

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In der Computerwoche findet sich heute ein für mich überraschender Artikel mit aktuellen Umfrageergebnissen von Infratest.

Obwohl 40% der Deutschen weniger im Geld zur freien Verfügung haben als letzes Jahr sind Vertrauen und Qualität für sie wichtiger als Rabatte und Schnäppchen!

Das Vertrauen in Marken hat zwar durch die Probleme langjähriger Markenträger wie Schiesser oder Märklin gelitten, aber die Kunden wollen nach wie vor von Marken langfristig angesprochen werden. Kommunikation der Marke und dessen was dahinter steht, auch Vertrauen in das Unternehmen und seine soziale Verantwortung,  sind die wichtigsten Faktoren für Markenbindung der Kunden in den meisten Branchen.

Lediglich der Handel kann Markenbindung auch durch Preissenkungen in der Krise befördern. An dieser Stelle ist speziell der deutsche Schnäppchenjäger dann doch wieder zu packen.

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US-Handel leidet nach wie vor unter Umsatzerosion

Montag 10. August 2009 von Wolfgang Barth

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Laut about.com sind die Verkaufszahlen von einzelnen Läden in den USA im Vergleich zum Vorjahr (Same Store Sales)  nach wie vor äußerst negativ.

Kaum ein Unternehmen konnte einen Anstieg über das Jahr verzeichnen, aber es gab viele Unternehmen die für ihre Outlets Umsatzeinbußen melden mussten, wie z.B. Macy’s mit – 10,7% und negativer “Spitzenreiter” Abercrombie&Fitch, sogar -28%.

In dieser Zahl spiegelt sich eine Stabilisierung des Absatzes wieder, wenn diese Zahl erst mal weniger negativ wird oder ins positive dreht.

Offensichtlich ist man davon noch ein ganzes Ende entfernt.

Insgesamt ist diese Zahl jedoch im Einzelfall immer sehr stark schwankend, so daß ernsthafte Schlüsse daraus wohl weniger zu ziehen sind. Das sieht auch der Aktienmarkt so, bei dem Papiere der Handelsunternehmen hiervon unbeeindruckt blieben.

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US National Retail Federation: Umsatzeinbruch auch bei Schulutensilien

Mittwoch 15. Juli 2009 von Sandra Nozar

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Eine aktuelle Studie der National Retail Federation prognostiziert ein sehr zurückhaltendes Kaufverhalten amerikanischer Familien, was den Einkauf von Schulmaterialien für Ihre Kinder anbelangt. Damit brechen die Umsätze beim zweitgrößten Geschäft für den Handel (nach Weihnachten) stark ein.

Gekauft wird nur:

  • was unbedingt nötig,
  • was ein Schnäppchen oder vergünstigt über Coupons erhältlich
  • oder ohnehin Billigware ist.

Photo by: david.nikonvscanon

85 % der Amerikaner ändern in diesem Krisenjahr ihr Kaufverhalten hinsichtlich der Schulmaterialien. Die National Retail Federation erwartet 7,7 % Rückgang der Ausgaben.

“To save money, back-to-school shoppers plan to hunt for sales more often (56.2%), spend less overall (49.6%), purchase more store-brand or generic products (41.7%) and increase their use of coupons (40%).” Quelle:  LA Times

Handelsketten reagieren auf diesen Trend mit maßgeschneiderten Marketing-Maßnahmen, einschließlich diverser Web 2.0 Anwendungen. Der Shopping-Gigant JC Penney lancierte z.B. eine Back-to-School-Kampagne, die Social Media integriert und direkt auf die Zielgruppe “Teenies” fokussiert. JCPenney ist zum Beispiel auf Youtube und Facebook aktiv.

Werden die Auswirkungen der Weltfinanzkrise auch in Europa bis auf die Versorgung der Kinder mit Schulmaterialien durchschlagen? Händler sind jedenfalls gut beraten, wenn sie solche Trends frühzeitig erkennen und wirksam gegensteuern. Dazu ist es unerlässlich, dass Handelsunternehmen ihren immens großen Bestand an Daten, einschließlich der Kassenbondaten,  im Griff haben. Dies bedeutet in der Praxis: überblicken, auswerten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Bei dieser komplexen Aufgabe helfen ausgefeilte Beratungskonzepte und Software, um die Sortimente rechtzeitig auf das geänderte Kundenverhalten anzupassen.

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