Deutschlands Handel von Rezession weitgehend verschont
Dienstag 4. August 2009 von Wolfgang Barth
Dies spürte man ja bereits Ende vergangenen Jahres und auch in diesem Jahr. In diesem Punkt hat sich Deutschland deutlich von einigen seiner Nachbarn abgesetzt.
Die Gesellschaft für Konsumforschung veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse der GfK Konsumklimastudie Juli 2009. Zwar ist das Konsumklima im längerfristigen Vergleich immer noch auf einem niedrigen Niveau, aber die Zahlen für dieses Jahr gehen nach oben.
Der Index für die Einschätzung der Konjunkturentwicklung ist schon vier Monate wieder im Anstieg begriffen, die Anschaffungsneigung wächst und die Einschätzung der Einkommensentwicklung hat zum ersten mal seit April 2008 wieder den positiven Bereich erreicht.
Und alle diese positiven Indikatoren spiegeln sich auch in den Daten der Realwirtschaft des Handels wieder. In den ersten 5 Monaten dieses Jahres konnten die Umsätze laut GfK bei Unterhaltungselektronik um 3,3%, bei Informationstechnik um 5,5 % und bei großen bzw. kleinen Haushaltsgeräten um 8,6 bzw 6 Prozent zulegen. Das lz-net nennt ein Plus von 1,5% im Lebensmittelhandel.
Die Umsätze im Neuwagengeschäft sollte man hier besser nicht erwähnen, da die aktuelle extrem positive Sonderentwicklung nach Auslauf der Umweltprämie sicher einen heftigen Katzenjammer auslösen wird.
Dennoch ist das in Summe eine Entwicklung, die die Hoffnung nährt, daß wir ohne schlimmere Auswirkungen durch die Krise kommen werden.
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