Erkenntnisse aus unserer kleinen Umfrage
Mittwoch 29. Juli 2009 von Wolfgang Barth
Unsere kleine Online-Umfrage hier im Blog wurde von gut 20 Teilnehmern aus mittleren bis großen Unternehmen des Lebensmittelhandels wahrgenommen. Dafür möchte ich mich hiermit ausdrücklich bedanken.
Ein paar Erkenntnisse daraus möchte ich hier gerne vorstellen.
- Als wichtigsten Einflussfaktor stellte die große Mehrheit den Preisvergleich mit Wettbewerbern heraus. Nur gut ein Viertel orientiert sich primär an Margenzielen.
- Das ist konsistent damit dass alle Teilnehmer Regalpreise dann überarbeiten, wenn sich neue Wettbewerbspreise ergeben. Auch neue Einkaufspreise und von der Hälfte der Teilnehmer Neulistungen wurden als Ausgangspunkt für Preisüberarbeitungen genannt. Man arbeitet hier also ereignisorientiert. Nur wenige überarbeiten die Preise nach einem Zeitraster.
- Die Preislogik wird meist über eine mittlere Anzahl von Preisschienen (2 – 10) abgebildet. Aber auch genau eine Preisschiene oder mehr als 10 wurden mehrfach genannt. Es gibt also viele Variationen der grundlegenden Preispolitik.
- Interessanterweise korreliert diese Angabe mit der Freiheit, die die Zentrale ihren Filialen in der Preisgestaltung lassen. Offensichtlich ist man in Bezug auf Preise entweder eher strikt oder gleich extrem flexibel:
- Händler mit wenigen Preisschienen geben eher wenige oder keine Freiheiten für Preisänderungen an die Filialen
- diejenigen mit mehr oder vielen Preisschienen hingegen lassen den Filialen hier besonders viele Freiheiten
- Die wichtigste Informationsquelle für Regalpreise der Mitbewerber ist die Erhebung durch eigenes Personal. Nur ein Drittel der Teilnehmer verläßt sich auf Preisinformationsdienste. Handelspaneldaten sind für alle wohl zu wenig spezifisch.
- Die Psychologie spielt bei fast allen Befragten eine Rolle durch die Ausnutzung von Preisschwellen und die Mathematik in Form der Abschätzung der Preiselastizität hat sehr breiten Einzug in die Praxis gefunden.
Kategorie: Preis-Optimierung | Keine Kommentare »