Dacos Retail Intelligence Blog

Hier diskutieren Experten aktuelle Trends zur Optimierung von Sortimenten, Preisen und Promotionen sowie die Zukunft von Retail und Business Intelligence

Douglas dank Angebotsbreite auf Wachstumskurs / Discounter stossen hingegen an Wachstumsgrenzen

Donnerstag 13. August 2009 von Sandra Nozar

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Der Handelskonzern profitiert weiter davon, dass das Unternehmen so breit aufgestellt ist: Douglas hat trotz der Konsumflaute in wichtigen europäischen Märkten den Umsatz gesteigert. Das Ergebnis fiel besser aus, als Analysten erwartet hatten. Dies berichtet das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe.

Der Handelskonzern Douglas trifft trotz der Wirtschaftskrise mit seinem Angebot aus Parfüm (Douglas), Schmuck (Christ), Süßwaren (Hussel) und Büchern (Thalia)  den Nerv der Verbraucher. „Wir haben uns vor allem in Deutschland auch im dritten Quartal gut behaupten können“, sagte Douglas-Chef Henning Kreke am Dienstag.

Vor allem am Heimatmarkt legte Douglas zu, um 5,6 Prozent, während der deutsche Einzelhandel insgesamt das schlechteste erste Halbjahr seit 2002 verbuchte. Im Ausland hielt Douglas die Erlöse stabil und steigerte sie durch Neueröffnungen um 3,7 Prozent. Vor allem in Polen, Russland und der Türkei seien die Umsätze überdurchschnittlich gut gewesen.

Die beiden größten deutschen Discounter scheinen hingegen an ihre Wachstumsgrenzen zu stoßen. Ihre Umsätze sind  laut Marktforschern im ersten Halbjahr 2009 stärker gesunken als bei konventionellen Supermärkten.

So sind laut SPIEGEL nach Berechnungen der Marktforschungsgesellschaft GfK, die monatlich die Einkaufsbons von 30.000 Konsumenten auswertet, die Umsätze bei Aldi im ersten Halbjahr 2009 um 4,1 Prozent gesunken. Das Minus war damit noch stärker als der durch Preissenkungen verursachte Schwund. uch beim Erzkonkurrenten Lidl läuft das Geschäft nicht wie gewohnt. Laut GfK schrumpften die Umsätze im ersten Halbjahr um 0,7 Prozent – und damit stärker als bei den traditionellen Supermärkten.

Diese beiden Meldungen bestätigen einen Trend, den Dacos in seiner Umfrage zur Preisgestaltung festgestellt hat: die Preissensitivität der deutschen Verbraucher stagniert auf einem hohen Niveau. Billigpreise sind kein Garant mehr für eine weitere Steigerung von Kundenfrequenz oder Umsatz. Die Einkaufsgewohnheiten der deutschen Konsumenten bleiben in der Krise stabil.

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Kritik an Discounter-Preisen

Mittwoch 12. August 2009 von Sandra Nozar

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REWE-Chef kritisiert die unmoralische Preispolitik bei den Discountern. Lieferanten leiden unter den niedrigen Einkaufspreisen.

Der REWE-Geschäftsführer Alain Caparros kritisiert die Discounter-Preise als
unverantwortlich und absurd, da sie potenziell schädlich für die Lieferanten seien. Um billig an die Kunden zu verkaufen, müssen die Einkaufspreise auch niedriger sein, um ein Gleichgewicht und eine faire Lieferkette zu erhalten. http://internationalsupermarketnews.com/index.php/the-news/1630-rewe-ceo-criticises-discounter-pricing

Wenn die Inflation zwischen 1,5% und 2,5% gehalten werden soll, müssten die Lieferanten ihre Arbeitslast dramatisch erhöhen und weiter in Logistik investieren.

In unserer kürzlich durchgeführten Umfrage unter deutschen und schweizer Handelsunternehmen zum Thema Preisfindung fanden wir heraus, dass die überwiegende Anzahl der teilnehmenden Händler sich bei der Preisfindung eher an den Systemwettbewerber, also anderen Vollsortimentern, orientiert als an den Discountern.  Die Discounter-Preise sind jedoch für  die Preisfestlegung der Preiseinstiegsartikel bei Vollsortimentern von Bedeutung.

Dank der niedrigen Inflationsrate muss der Vollsortimenter derzeit nicht mit Aldi oder Lidl konkurrieren. Billigpreise garantieren momentan keine höhere Kundenfrequenz oder mehr Umsatz. Insgesamt scheint die Krise noch nicht in der Stärke bei den Konsumenten angekommen zu sein, als dass sie ihre Einkaufsgewohnheiten bei Lebensmitteln verändern würden.vlcsnap-60286

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