Von “close-the-loop” zur “Operational BI”
Mittwoch 1. Juli 2009 von Wolfgang Barth
Ein Artikel im BeyeNetwork geht darauf ein, daß der Einsatz von Business Intelligence mehr und mehr den Weg in die operativen Prozesse der Unternehmen findet. Man spricht dann von “OPBI”, Operational BI.
Kannte man diesen Ansatz schon seit langem in Bezug auf spezielle Prozesse in Unternehmen, wie z.B. die Optimierung von Nachbestellungen von Lägern, so bezeichnete man diese als “close-the-loop” Anwendungen. Man versuchte dabei den Kreis zwischen operativer Anwendung und Datawarehouse zu schliessen. Dies geschah in der Regel durch regelmäßig durchgeführte Zugriff auf die BI-Daten, aus denen dann Steuerungsparameter für die operativen Abläufe abgeleitet wurden.
Die Autoren gehen nun davon aus, dass durch die wesentlich breitere Verfügbarkeit und vor allem den heute auch schnellen Zugriff auf Informationen aus BI-Systemen ganz neue Einsatzmöglichkeiten für das Tagesgeschäft entstehen werden. Ausgehend von “Störungssituationen” können Handlungsempfehlungen online aus den BI-Daten extrahiert und unmittelbar umgesetzt werden.
Ist so etwas wirklich machbar? Meines Erachtens müssen Prozesschritte, bei denen eine solche Einbindung von BI ins Tagesgeschäft sinnvoll ist, doch sehr exakt vorausgedacht werden. Es erscheint nicht machbar, ad-hoc Abfragen in ein BI-System operativ zu verwenden. Soll der Anwender diese selber jedesmal neu konzipieren? Kaum vorstellbar. Und tut er dies nicht, sondern verwendet vordefinierte Abfragen, gibt es dann wirklich noch einen substantiellen Unterschied zwischen “close-the-loop” und “Operational BI”?
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